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Karaoke und Shopping ohne Kreditkarte

Ich melde mich aus Hongkong, wo ich zwar versucht habe mich irgendwo einzuloggen, aber ich hab nicht mehr so viel Saft aufm Rechner, als dass ich lange experimentieren könnte. Ich schreibe dies also offline und stelle es irgendwann in den Blog. Denn das, was ich gestern Abend erlebt habe, muss unbedingt berichtet werden...der Karaoke-Abend! Okay, auch wenn ich beim Karaoke zuhause die 100-Punkte mit einem Lied von Rudi Carrell erreicht habe, ist es natürlich was anderes, wenn man mit Lieferanten singen muss und ein Chinese dabei ist. Aber gut, es gab keinen Ausweg und offensichtlich muss man das hier auch mal erlebt haben. So ist nämlich der Standard hier.. also: wir waren zuerst chinesisch essen. Klar. Ich halts mal kurz, denn nur bei der mit Tang oder was-weiss-ich gefüllten Auster musste das Zeug wieder ausm Mund raus. Ging gar nicht, so was Ekliges hatte ich lange nicht mehr zwischen den Zähnen. Ich habs versucht zu schlucken, ging aber nicht. Die Fischsuppe und das  Auberginenmus habe ich stehen gelassen, das schmeckt mir auch in Deutschland nicht. Fisch esse ich mittlerweise in allen Aggregatzuständen mit Stäbchen. In roh, gekocht, gebraten, paniert, groß, klein, dick, dünn, mit Gräten, ohne. Egal jetzt, weiter in der Geschichte. Anschließend sind wir dann im Hotel nach oben in eine Art Separee gefahren, wo es aussah wie in einer Mischung  aus Lounge-Bar und Puff. Aber geschmackvoll und modern. Wir nahmen Platz, man brachte uns erneut jede Menge Snacks, gab uns Getränke und eine hübsche Chinesin kümmerte sich um die Karaoke-Anlage und verteilte 2 Mikrofone. Dann kam so eine chinesische Puffmutter rein und irgendwas wurde verhandelt. Dann kamen die ersten 4 hübschen Chinesinnen rein und die Männer mussten (durften) sich je 2 aussuchen.  Die nahmen dann neben den Herren Platz und wurden animiert, mal die Hände auf s Knie zu legen oder so was in der Art. Quasi Kontaktaufnahme. Es kamen immer mal wieder neue Frauen rein. Wer gefiel, durfte bleiben. Die waren dann den ganzen Abend dafür da, mitzusingen (aber wie soll das gehen ohne Englisch zu sprechen) und die Herren bei Laune zu halten. Wir Frauen wurden mit einem extrem unattraktiven winzigen und dünnen Chinesen namens SKY beglückt. Der war auf Drogen oder sonst was und fing sofort an uns lautstark total peinliche Komplimente zu machen. Gut, dass ich da schon Alkohol hatte. Unsere Strategie war dann ihn so betrunken zu machen, dass der endlich mal die Klappe hielt. Denn die dürren Jungs hier vertragen natürlich nix und einzig darin sahen wir unsere Chance. Das Zauberwort heißt „GANG BEY“, was gleichzeitig Prost und soviel wie „auf ex“ heisst. Wir Frauen haben geschummelt und er musste trinken. Das nicht zu befolgen hieße natürlich das Gesicht zu verlieren. Das ganze tat seine Wirkung und irgendwann kam dann der nächste Typ für uns J. Der war zwar auch nicht attraktiver, aber immerhin sehr höflich und konnte sogar singen.

Das Singen war gut, man musste sich nicht nach vorne stellen oder so (was ich befürchtet hatte), sondern konnte von seinem Plüschsofa aus im Halbdunkel singen. Das war okay und hat mir wieder Spaß gemacht. Das mit den Mädchen geht dann so, dass man der, die einem am besten gefällt, zum Schluss den Zimmerschlüssel in die Hand drückt, so dass sie diskret schon mal auf dem Zimmer wartet.  Hätte an dem Abend (das war wohl die Verhandlung mit der Puffmutter, die zwischenzeitlich auch immer mal wieder nach dem rechten gesehen hat) ca. 30 USD gekostet. Für was auch immer.

 

Heute bin ich dann wieder über die Grenze nach Hongkong gebracht worden  und habe den Tag hier noch für mich. Und das ist jetzt wohl das normale Leben, zumindest in HK. Rest-China ist deutlich schlimmer und weniger zivilisiert, viel provinzieller. Aber hier –ohne Geschäfts-Arrangemant und klimatisiertem Transfer- fühle ich mich wie ich mir China vorgestellt habe. Massig Leute, Autoabgase, spuckende Menschen im Gewühl und unheimlich viel Generve. Da meine Kreditkarte schon nach Bezahlung der ersten paar Nächte ihr Limit erreicht hatte besteht aber keine Gefahr, dass ich zuviel Geld ausgebe. So ein Mist!!!

 

Vorhin bin ich zufällig an einen Obst- und Gemüsemarkt gegangen, was in anderen Ländern ja immer toll ist! Zuerst war ich auch ganz angetan, aber zum Schluss war mir etwas schlecht. Diese Gerüche und dann die Abgase und alles...  Ich habe noch nie in meinem Leben SEEGURKEN gesehen und die gab es wirklich hier in allen Formen. Lebendig schwimmend, normal, getrocknet, groß und klein und immer eklig. Besonders lebend. Urghs!!

 
 

Ich freue mich sehr auf zuhause und hab das Gefühl, ich brauche jetzt erst mal 3 Wochen Urlaub. PUH!!

 
 
 

27.4.08 18:28

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